01.11.23

Kolikprophylaxe mit der richtigen Fütterung unterstützen

Koliken bei Pferden vorbeugen: Der Schlüssel liegt im Futter

Als Kolik bezeichnet man Schmerzen im Bereich des Bauchraums. Es handelt sich hier streng genommen um ein Symptom und nicht um eine Krankheit, welches durch verschiedene Verdauungsstörungen hervorgerufen werden kann. Eine Kolik kann viele Ursachen haben und sich schnell in einen lebensbedrohlichen Zustand verwandeln, daher sollte jede Kolik auch ernst genommen und durch einen Tierarzt behandelt werden. Oft haben Koliken haltungsbedingte Ursachen, die durch ein falsches Management verursacht werden, wie Fehler in der Futtermittelauswahl, ungenügende Futterqualität oder Fehler in der Futterzubereitung sowie Fehler in der Tränke- und Fütterungstechnik. Der Schlüssel zur Vorbeugung von Koliken liegt jedoch in der Ernährung der Pferde, insbesondere in der Art und Qualität des Futters, das sie zu sich nehmen.

Die Ursachen von Koliken bei Pferden verstehen

Koliken bei Pferden können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter falsche Futterzusammensetzung. Eine unausgewogene Ernährung kann zu Verdauungsstörungen führen und das Risiko von Koliken erhöhen. Es ist daher wichtig, das richtige Futter für das Pferd auszuwählen und sicherzustellen, dass es alle erforderlichen Nährstoffe enthält. Eine zu schnelle Futteraufnahme kann ebenfalls zu Verdauungsstörungen und Koliken führen. Pferde sollten ausreichend Zeit zum Fressen haben, und das Futter sollte in kleinen Portionen angeboten werden. Fehlende Bewegung oder übermäßige Belastung nach dem Fressen können ebenfalls Koliken auslösen. Es ist wichtig, das Pferd nach dem Fressen langsam und sanft zu bewegen und schwere körperliche Anstrengungen zu vermeiden. Ein Mangel an Wasser oder eine plötzliche Veränderung der Futtermenge oder -art kann die Verdauung beeinträchtigen und Koliken hervorrufen. Pferde sollten immer Zugang zu frischem, sauberem Wasser haben, und jegliche Änderungen in der Futterzusammensetzung oder -menge sollten langsam und schrittweise erfolgen, um die Verdauung des Pferdes nicht zu belasten. Durch eine sorgfältige Beachtung all dieser Faktoren können Pferdekoliken minimiert und die Gesundheit und das Wohlbefinden der Pferde erhalten werden.

Um fütterungsbedingte Koliken vorzubeugen, gibt es einige Grundregeln, die man bei einer Rationsgestaltung befolgen sollte:

  1. Die Futterration sollte auf die individuellen Bedürfnisse des Pferdes abgestimmt sein, einschließlich Alter, Gewicht und Aktivitätsniveau.
  2. Es ist wichtig, den Pferden Heu von einer guten Qualität anzubieten. Auch sollte dieses möglichst staubarm sein. Es ist ratsam, das Heu vor dem Verfüttern auf Schimmel oder andere Verunreinigungen zu überprüfen. Durch eine sorgfältige Kontrolle der Futterqualität können potenzielle Risiken für Koliken minimiert werden.
  3. Erst Raufutter, dann Krippenfutter füttern, um den Magen auf das Kraftfutter vorzubereiten.
  4. Max. 0,5kg . Krippenfutter/100kg LM /Mahlzeit
  5. Niemals verdorbene, verschmutze oder gefrorene Futtermittel verfüttern
  6. Auf eine ausreichende Versorgung mit Wasser achten. Im Winter kann es sinnvoll sein, temperiertes Wasser anzubieten. Ggf. auch aus einem Bottich, um die Pferde zum Trinken zu animieren. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Tränken nicht zufrieren.
  7. Fresspausen sollten nicht länger als vier Stunden andauern.
  8. Bei Pferden, die zu Koliken neigen, ist eine Mashfütterung 2-3 mal die Woche empfehlenswert. Bei Pferden mit Magenproblemen, kann ein getreidefreies Mash gefüttert werden. Getreidefreie Mashs können auch täglich verabreicht werden.
  9. Bei Pferden, die zu Sandkoliken neigen, kann eine Kur mit Flohsamenschalen den Abtransport des Sandes durch den Darm positiv unterstützen.


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