02.04.24

Fütterung bei Hufproblemen

Fütterung bei Hufproblemen

Die Hufe sind das Fundament, auf dem unsere Pferde stehen. Beginnt dieses Fundament zu bröckeln oder bekommt Risse, gerät das ganze System aus dem Gleichgewicht. Betrachtet man die Hufqualität so bildlich, wird schnell klar welchen hohen Stellenwert sie hat. Egal ob mit oder ohne Eisen, Shetty oder Kaltblut, Fohlen oder Senior, Sport- oder Freizeitpferd - gesunde Hufe sind für alle Pferde wichtig und stehen in direktem Zusammenhang mit dem Wohlbefinden der Tiere. Eine schlechte Hufqualität kann sich auf den gesamten Bewegungsapparat auswirken und im schlimmsten Fall die Bewegungsfreude unserer Vierbeiner erheblich einschränken. Hufgesundheit geht daher jeden etwas an.

Doch welche Anzeichen sprechen für eine schlechte Hufqualität? 

  • bröckeliges/ abgesplittertes, weiches oder rissiges Horn 
  • „ausgefranste“ Ränder 
  • Strahlfäule 
  • Hufgeschwüre 
  • Pferd läuft fühlig und meidet harten Boden 
  • Eisen halten schlecht 
  • verlangsamtes Hufwachstum 

Sollten Sie ein oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Pferd entdecken, besteht dringender Handlungsbedarf. 

Die Hufqualität steht außerdem in engem Zusammenhang mit Fell und Haut, da für den Huf-, Haut und Fellstoffwechsel ähnliche Nährstoffe benötigt werden. Ein mattes und stumpfes Fell geht daher oft mit schuppiger, juckender Haut und schlechten Hufen einher. Oft ist ein Nährstoffmangel oder -überschuss der Auslöser. So führt ein Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren (v.a. Methionin u. Cystein) zu einem verlangsamten Hufwachstum. Eine Überversorgung mit Selen hingegen kann die Keratinsynthese stören, was sich durch weiche ödemartige Schwellungen am Kronrand und horizontale Ringe am Huf äußert. Keratin ist ein Strukturprotein und ein wichtiger Baustein von Huf, Haut und Fell. Brüchiges Hufhorn kann außerdem ein Anzeichen für einen Mangel an Karotin bzw. Vitamin A sein.

So führt ein Mangel an schwefelhaltigen Aminosäuren (v.a. Methionin u. Cystein) zu einem verlangsamten Hufwachstum.


Eine Überversorgung mit Selen hingegen kann die Keratinsynthese stören, was sich durch weiche ödemartige Schwellungen am Kronrand und horizontale Ringe am Huf äußert. Keratin ist ein Strukturprotein und ein wichtiger Baustein von Huf, Haut und Fell. Brüchiges Hufhorn kann außerdem ein Anzeichen für einen Mangel an Karotin bzw. Vitamin A sein. 

Was können Sie also tun, um die Hufqualität Ihres Pferdes zu verbessern? 

Zunächst sollten die Hufe regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, da sich den Rissen Bakterien und Pilze ansammeln können, die den Heilungsprozess hinauszögern. Außerdem sollte die Box regelmäßig gründlich gemistet werden und das Pferd nicht zu lange auf matschigen Weiden/ Paddocks stehen, da sich Ammoniak und zu viel Feuchtigkeit negativ auf die Hufqualität auswirken können. Bei Strahlfäule kann ein Desinfektionsspray helfen, den bereits vorhandenen Befall einzudämmen. Ggf. kann es ratsam sein Ihren Hufschmied und in akuten Fällen den behandelnden Tierarzt miteinzubeziehen. 

Auch die Fütterung ist eine wichtige Stellschraube in Bezug auf die Hufqualität. Eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung ist hierbei das A&O. Es sollte auf eine ausreichende Versorgung mit schwefelhaltigen Aminosäuren wie Methionin und Cystein geachtet werden. Vorsicht hierbei - eine Überversorgung mit Protein kann sich wieder negativ auf die Hufqualität auswirken! Auch der Bedarf an Selen sollte durch die Fütterung nicht überschritten werden. Eine gezielte Zugabe von Biotin, Zink und Kieselgur kann die Verbesserung der Hufqualität positiv unterstützen. Grundsätzlich sind aber die einzelnen Nährstoffe nicht nur als Einzelzugaben zu betrachten, sondern sollten im Gesamtkontext beachtet werden. Dazu zählt eine regelmäßige, ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen, die unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfs des Pferdes gewährleitet werden sollte, so dass keine neuen Nährstofflücken auftreten. Auch hängen Haut und Hufprobleme oft mit Verdauungsprobleme beim Pferd zusammen, weil im Dickdarm viele wichtigen B-Vitamine vom Pferd synthetisiert werden, wie z.B. Biotin. Zusätzlich ist auch zu empfehlen, den gesamten Stoffwechsel der Pferde anzukurbeln, dies sollte durch eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen erfolgen - aber auch Kräuter können hier positiv unterstützen.

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